Touristik

Deutsche Fehnroute

 

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Fehnkultur

Der Name "Fehn" ist aus dem niederländischen übernommen. Er bedeutet dort "Moor". Orte mit der Endung "fehn" deuten auf eine genau festgelegte Kultivierungsmethode hin, nach der die Moore seit dem 17. Jahrhundert urbar gemacht wurden. Bei der Fehnkultur wurden zunächst schiffbare Kanäle - häufig auch noch Seitenkanäle (Wieken) angelegt. Dadurch konnten die angrenzenden Moorflächen teilentwässert werden. Die Siedler hatten den tiefer gelegenen sog. Schwarztorf gestochen (ausgegraben), getrocknet und mit Segelschiffen (Muttschiff, Tjalk, Pogge) abtransportiert und als Brennmaterial verkauft. Auf dem Rückweg wurde dann aus dem Flussläufer Schlick mitgebracht. Dieser konnte mit dem unter dem Torf gelegenen, mineralischen Boden und dem höher gelegenen Weißtorf vermischt und dann landwirtschaftlich genutzt werden. Beidseitig der Kanäle und Wieken entstanden nach und nach typische "Fehnsiedlungshäuser", wie an einer Perlenkette aufgezogen.

In vielen Gemeinden entlang der Route ist der ursprüngliche Charakter der Fehnkolonien noch erhalten. Geblieben aus dieser Zeit sind viele Zeugen einer Vergangenheit: Fehnkanäle, funktionsfähige Schleusen, Klappbrücken und Windmühlen, romanische und gotische Backsteinkirchen. In mehreren Museen erleben Sie offenkundig, wie die Moorkultivierung vor mehr als 200 Jahren begann. Gezeigt wird dort die Entstehung und Fortentwicklung der Fehnkolonien. Auch heute erkennt man eine enge Verbundenheit dieser Region zur christlichen Seefahrt. 

 

Das Haus “Samson” in Leer

 

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Das Haus “Samson” wurde 1570 im niederländischen Barock vom niederländischen Architekten Vingboom erbaut. 1643 wurde das Gebäude mit seiner heutigen Fassade versehen. Nach holländischer Tradition hatten die Häuser Namen, also “Samson”, wahrscheinlich als Symbol der Stärke. Das außen hängende Schild zeigt, wie Samson einen Löwen bezwingend.
 
Dieses Haus vermittelt einen lebendigen Eindruck in die Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts.

Die Giebelfront besteht aus mit Muschelkalk gefugten Ziegelsteinen und einer Krönung aus kunstvoll gehauenem Sandstein, eine Steinmetzarbeit von Mönchen vom Kloster Thedinga bei Leer. Nachdem ein Tabakwarenhändler und ein Kuchenbäcker ihr Geschäft im Haus “Samson” hatten, gründete 1800 Johannes Gross die heutige Weinhandlung und Spirituosenfabrik. Heute befinden sich in dem Haus die Verwaltung der Firma I.W.Wolff GmbH & Co KG, ein Weinfachgeschäft und ein Privatmuseum. 

Seit Anfang 2007 befindet sich das Haus “Samson” - sowie die gesamte Sammlung - im Besitz der "Hilke und Fritz Wolff Stiftung". 

 

Das Rathaus in Leer

 

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Wir haben gebaut ein stattliches Haus,
Es gebe Gott den Segen
jahrein und jahraus!
(Bürgermeister Dieckmann) 

Das Rathaus wurde 1894 im deutsch-niederländischen Renaissancestil erbaut. Es ist zweifellos das bekannteste Bauwerk von Leer. Marmorböden, Deckenmalereien, Festsäle, Glockenspiel und Ratskeller zeugen von früherem Reichtum 

Tritt man durch den Haupteingang von der Rathausstraße in das Rathaus, so kommt man zunächst in das Vestibül, einen quadratischen Raum. An der Wand rechts ist die Gedenktafel für Herrn B. Schelten angebracht. Die Tafel ist aus Kupfer hergestellt und hat folgende Inschrift: Bernhard August Schelten, geb. 3. Februar 1840, gest. 3. Februar 1881 zu Leer, legte durch letztwillige Zuwendung seines Vermögens an die Stadt Leer den Grund zum Bau dieses Hauses. Ihm und seiner Familie widmet in dankbarer Erinnerung diese Gedenktafel die Stadt Leer. 1893. -  Oben an der Decke des Kreuzgewölbes ist in flotter Malerei das Leeraner Stadtwappen angebracht; ein schöner kunstvoll gearbeiteter Lüster aus Schmiedeeisen hängt von der Decke herab. 

 

Das Bünting Teemuseum in Leer

Das Bünting Teemuseum, in der malerischen Altstadt Leers zu Hause, vermittelt die ganze Welt des Tees .Sie erfahren alles Wissenswerte rund um das Thema Tee: Von seiner Historie über Anbau, Herstellung und Handelswege bis hin zur berühmten ostfriesischen Tee-Tradition.

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Miniaturland Leer

Von den Ostfriesischen Inseln über Aurich bis Leer - von Emden über Papenburg bis nach Bourtange (NL): Das Leeraner Miniaturland zeigt die Region in H0. In der 1.200 qm großen, klimatisierten Halle sind bekannte Orte und Sehenswürdigkeiten Ostfrieslands inklusive der Ostfriesischen Inseln, des Emslands und der angrenzenden Niederlande im Maßstab 1:87 zu bewundern. 

 

Das “Sandmännchen” 

Das gesellschaftliche Zentrum Ditzums ist der “Lüttje Laden". Hier gibt es alles - von Lakritz über Tee und Tassen,Eis ... bis hin zum Spülmittel. Der Laden hat, wie es auch angeschrieben steht, “offen, bis der Sandmann kommt", denn Johann "Johnny" und seine Frau Karola Duin leben im und hinter dem Laden.

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Johnny Duin (74) ist zudem Ditzumer Ortsvorsteher und engagiert sich in vielen Vereinen. Er hält das Dorf zusammen und ist ansprechbar bei kleinen wie größeren Sorgen. Beim täglichen Ortsrundgang erfährt Duin alles aus erster Hand. Momentan bereiten ihm überquellende Abfalleimer Ãrger. Denn Ditzum ist ein blitzsauberes Dorf - und so soll es auch bleiben! Mit "Mülleimerpatenschaften", seiner neuesten Idee, soll das Problem behoben werden.